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S. 38

Der (in meiner Rekonstruktion) erste Schritt in Richtung Antinomie bzw. der entsprechende Fall unsinnigen Sprachgebrauchs ist im folgenden Satz fixiert und diskriminiert:

TLP-4.126 Dass etwas unter einen formalen Begriff als dessen Gegenstand fällt, kann nicht durch einen Satz ausgedrückt werden. Sondern es zeigt sich an dem Zeichen dieses Gegenstandes selbst. (Der Name zeigt, dass er einen Gegenstand bezeichnet, das Zahlzeichen, dass es eine Zahl bezeichnet etc.)

> Die formalen Begriffe können ja nicht, wie die eigentlichen Begriffe, durch eine Funktion dargestellt werden. > > Denn ihre Merkmale, die formalen Eigenschaften, werden nicht durch Punktionen ausgedrückt.

Kurz: einem Ausdruck kann keine formale Eigenschaft zu- oder abgesprochen werden (vgl. auch TLP-4.124), oder: formale Begriffe können nicht in das syntaktische Muster der eigentlichen Begriffe (bspw. in das Klasse-Element-Schema) eingesetzt werden. Der zweite Schritt bzw. der entsprechende Fall unsinnigen Sprachgebrauchs:

TLP-4.1241 Formen kann man nicht dadurch voneinander unterscheiden, dass man sagt, die eine habe diese, die andere aber jene Eigenschaft; denn dies setzt voraus, dass es einen Sinn habe, beide Eigenschaften von beiden Formen auszusagen.

Kurz: formalen Eigenschaften können keine formalen Eigenschaften zu- oder abgesprochen werden - oder: formale Eigenschaften (Begriffe) können nicht durch Funktionen dargestellt werden, welche die hinreichende und notwendige Bedingung definieren sollten, damit ein Ausdruck dem jeweiligen Begriff als zugehörig betrachtet werden kann - Fege und Russell allerdings glaubten dies (vgl. TLP-4.1272). Damit seien einige Indizien gegeben dafür, dass diese Rekonstruktion der Ursachen und Losung der Antinomien als eine im Traktat fundierte anzusehen ist.