Die Momente der Projektion sind: (1) das Projektionsbild - entsprechend der Bildtatsache, dem Satzzeichen, (2) die Projektionsstrahlen - entsprechend den Bildelemente", „Fühlern der der projektiven Beziehung, (3) das Projektionsverfahren (z.B. Zentral- oder Parallelprojektion) - entsprechend der „Projektionsmethode" als „Denken des Satz-Sinnes" (TLP-3.11), oder der „Darstellungsweise" (vgl. TB 31.10.14 u.ö.), abhängig von der jeweiligen Wahrheitsoperation.
Die Satzhandlung wird noch in weiteren pragmatisch gefärbten TLP-Stellen als positive Darstellung eines Sachverhalts erörtert. Einmal in der Metapher „Satz" ist gleich „Projektion" (vgl. TLP-3.1 ff.), die auf der Gleichung „Satzzeichen + projektive Beziehung" = Satz" beruht. Dabei wird die pragmatische Dimension als „Projektionsmethode" (TLP-3.11) in Analogie zum Projektionsverfahren der darstellenden Geometrie illustriert. Diese dient einerseits zum Herstellen anschaulicher Bilder von Raumobjekten, andererseits zur Interpretation vorliegender Bilder - entsprechend dem Artikulieren und Verstehen von Sätzen. Die Momente der Projektion sind: (1) das Projektionsbild - entsprechend der Bildtatsache, dem Satzzeichen, (2) die Projektionsstrahlen - entsprechend den „Fühlern der Bildelemente",143 der projektiven Beziehung, (3) das Projektionsverfahren (z.B. Zentral- oder Parallelprojektion) - entsprechend der „Projektionsmethode" als „Denken des Satz-Sinnes" (3.11), oder der „Dar stellungsweise" (vgl. TB 31.10.14 u.ö.), abhängig von der jeweiligen Wahrheitsoperation.
In einer zweiten Metapher wird der Satz mit dem Koordinatenverfahren verglichen (vgl. TLP-3.4ff.), mit dessen Hilfe man die Lage (den Ort) eines geometrischen Elementes (Punkt, Gerade) festlegen kann: der geometrische Ort bspw. eines Punktes wird bestimmt, indem man das Lot vom Punkt aus auf drei (bzw. zwei) Koordinatenebenen fällt: dadurch ergeben sich die Koordinaten des Punktes als Maßangaben auf den Koordinatenachsen. Dem Koordinatensystem entspricht der „logische Raum" des Satzes, den Koordinaten des Punktes entsprechen die „logischen Koordinaten" des „logischen Ortes", den Maßangaben der Koordinaten entspricht das Satzzeichen, dem koordinatengemäß in einem Koordinatensystem festgelegten Punkt entspricht der „logische Ort" des Satzes. Da hier mit „logischer Raum" der Raum der wahrheitsfunktionalen Transformationsmöglichkeiten eines Satzes gemeint ist, sind mit den „logischen Koordinaten" offensichtlich die logischen Konstanten gemeint. Die Maßangaben der Koordinaten sind das Satzzeichen, welches die Wahrheitsbedingungen des Satzes ausdrückt, z.B. „(WWFW)(p,q)" (vgl. TLP-4.442), der dadurch festgelegte „logische Ort" des Satzes ist sein Ort im wahrheitsfunktionalen Raum.