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Tractatus Logico-Philosophicus (Ogden)
2.17

What the picture must have in common with reality in order to be able to represent it after its manner—rightly or falsely—is its form of representation.

🤖 Claude-Analyse 29.09.2026 10:29

# Analyse zu TLP 2.17

Wittgenstein führt hier den zentralen Begriff der Form der Abbildung (form of representation) ein. Dies ist die logische Struktur, die Bild und Wirklichkeit teilen müssen, damit das Bild überhaupt etwas darstellen kann – unabhängig davon, ob es wahr oder falsch ist.

Philosophische Bedeutung:

1. Bildtheorie der Sprache: Dies ist Kernstück von Wittgensteins Abbildtheorie (Picture Theory), wonach Sätze Sachverhalte abbilden, indem sie deren logische Struktur teilen.

2. Möglichkeitsbedingung: Die Abbildungsform ist die Voraussetzung der Darstellbarkeit selbst – nicht des Inhalts, sondern der Struktur. Sie macht Repräsentation überhaupt möglich.

3. Wahrheit vs. Sinn: Entscheidend ist die Trennung zwischen der Fähigkeit, "richtig oder falsch" darzustellen (Sinnhaftigkeit) und der tatsächlichen Wahrheit. Ein sinnvoller Satz kann falsch sein, muss aber die logische Form mit der Wirklichkeit teilen.

4. Vorbereitung auf 4.: Dies bereitet Wittgensteins spätere Aussage vor, dass die logische Form selbst nicht gesagt, sondern nur gezeigt werden kann (vgl. 4.121).

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