Gibt es denn eine Wissenschaft der vollständig verallgemeinerten Sätze? Dies klingt höchst unwahrscheinlich.
Das ist klar: Wenn es völlig verallgemeinerte Sätze gibt, dann hängt ihr Sinn von keiner willkürlichen Zeichengebung mehr ab! Dann aber kann eine solche Zeichenverbindung die Welt nur durch ihre eigenen logischen Eigenschaften darstellen d. h., sie kann nicht falsch, und nicht wahr sein. Also gibt es keine vollständig verallgemeinerten SÄTZE. Aber jetzt die Anwendung!
Nun aber die Sätze: „(∃ϕ,x). ϕx“ und „~(∃ϕ,x). ϕx“.
Welcher von ihnen ist tautologisch, welcher kontradiktorisch?
Immer wieder entsteht das Bedürfnis nach einer vergleichenden Zusammenstellung von Sätzen, die in internen Beziehungen stehen. Man könnte zu diesem Buch geradezu Bildertafeln anlegen.
(Die Tautologie zeigt, was sie zu sagen schein, die Kontradiktion zeigt das Gegenteil von dem, was sie zu sagen scheint.)
Es ist klar, daß wir alle überhaupt möglichen völlig allgemeinen Sätze bilden können sobald uns nur eine Sprache gegeben ist. Und darum ist es doch kaum zu glauben, daß solche Zeichenverbindungen wirklich etwas über die Welt aussagen sollten. –– Andererseits aber dieser graduelle Übergang vom elementaren Satz zum völlig allgemeinen!!
Man kann sagen: die völlig allgemeinen Sätze kann man alle a priori bilden.
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