Das große Problem, um welches sich alles dreht, was ich schreibe, ist: Ist, a priori, eine Ordnung in der Welt, und wenn ja, worin besteht sie? Du siehst in die Nebelwolke und kannst dir dabei einreden, das Ziel sei schon nahe. Aber der Nebel zerrinnt, und das Ziel ist noch nicht in Sicht!
Die Passage markiert den Keim des Tractatus. Wittgenstein sucht eine a priori bestehende Ordnung der Welt nicht in Inhalten, sondern in ihrer logischen Form. Falls es sie gibt, besteht sie im logischen Raum, den Sprache und Welt gemeinsam haben; er macht das Abbilden von Tatsachen durch Sätze möglich. Diese Ordnung ist nicht sagbar, sondern zeigt sich in der logischen Syntax. Das Nebelbild warnt vor vorschneller Metaphysik: Man wähnt das Ziel nah, doch ohne Klärung der Form bleibt es unsichtbar. So führt die Frage nach der Ordnung zur Unterscheidung von Sagbarem (Fakten) und Unsagbarem (Form, Wert, Mystisches) und zur Idee, dass Philosophie keine Theorien liefert, sondern Verwirrung beseitigt, indem sie die Grenzen des Sinnvollen aufzeigt.
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