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Tractatus Logico-Philosophicus
5.234

Die Wahrheitsfunktionen der Elementarsätze sind Resultate von Operationen, die die Elementarsätze als Basen haben. (Ich nenne diese Operationen Wahrheitsoperationen.)

🤖 ChatGPT-Analyse 12.09.2026 04:06

Wittgenstein behauptet, dass alle komplexen Sätze durch Wahrheitsoperationen (etwa Negation, Konjunktion) aus unabhängigen Elementarsätzen gebildet werden. Diese Operationen liefern nur die logische Verknüpfungsweise; sie fügen keinen neuen Gegenstand oder Inhalt hinzu. Damit sind komplexe Sätze bloße Wahrheitsfunktionen elementarer Bilder von Sachverhalten. Logik wird so zum Kalkül von Operationen (später: allgemeine Form [p, ξ, N(ξ)]), das alle Sätze aus einer Basis generiert (theoretisch mit Sheffer-Strich/Negation ausreichend). Philosophisch sichert dies Extensionalität und Kompositionalität: Der Sinn komplexer Sätze hängt allein von den Wahrheitsbedingungen der Elementarsätze und ihrer Verknüpfung ab. Logische Konstanten sind keine Namen, sondern Operationszeichen; sie „sagen“ nichts über die Welt, sondern zeigen nur ihre Form. So markiert Wittgenstein die Grenze des Sagens: Logik strukturiert die Darstellung, ohne selbst Sachverhalte zu behaupten.

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